Abstract
Invited Talk - Public
Thursday, 10 September 2026, 20:00 (MW-1801 / virtual plenum)
Die größte Geschichte aller Zeiten - das Universum
Harald Lesch
LMU München
Die Astronomie kümmert sich um das große Ganze, das ganz große Ganze. Dafür braucht sie aber auch die ganz kleinen Teilchen und deren Eigenschaften und Wechselwirkungen. Am Anfang des Universums fallen das Allergrößte und das Allerkleinste zusammen. Die Naturgesetze entstehen und entwickeln von nun an ihre Wirkungskraft unter völlig unterschiedlichen Bedingungen. Es entstehen die ersten Sterne, sie reichern das All mit schweren Elementen an. Die ersten Galaxien entstehen als Zwerge, verschmelzen aber zu großen und ganz großen Spiral- und elliptischen Galaxien. Zugleich treibt die Schwerkraft immer wieder Materie in Schwarze Löcher. Sternleichen wie Weiße Zwerge und Neutronensterne stehen am Ende eines Sternenlebens. Und das alles verändert das Universum. Früher war es heiß, dicht und homogen, heute ist es kalt, leer und geklumpt. Es hat sich selbst organisiert. Würden wir alles wieder zurückdrehen, bis zum Beginn von Allem, würde alles ganz anders verlaufen. Denn es waren die Abweichungen vom Gleichgewicht, die Schwankungen der Dichte und Energie ganz am Anfang, die darüber entschieden haben, was wird. Es sind Galaxien, Sterne und sogar Planeten entstanden, womöglich an vielen Stellen Leben und an ganz wenigen sogar Leben mit Bewusstsein. Und dieses Leben hört gerne Geschichten, vor allem die größte Geschichte aller Zeiten.